MÜNSTER 2027

Vair = (w+e) / I³ + T1648
zwischen ich und wir

Die Ausstellung in Münster bildet den zweiten Teil eines zweiteiligen Projekts, das sich mit Fragen von Zugehörigkeit und Gemeinschaft auseinandersetzt.

Im Zentrum steht die Frage nach dem Verhältnis von individuellem Selbstverständnis und kollektiver Formierung: Wo endet das ICH und wo beginnt das WIR? Ist ein ICH ohne ein WIR überhaupt denkbar? Und entscheidet sich an dieser Grenze, ob Zusammenleben als friedlich oder konflikthaft gestaltet wird?

Ziel der Konzeption ist es, diese grundlegenden Fragen mit aktuellen und zukünftigen Perspektiven auf gesellschaftliches Zusammenleben zu verbinden und in einen offenen, künstlerischen Diskurs zu überführen.

Die Ausstellung knüpft an den ersten Teil des Projekts an, der sich mit Enge, Schutz und einem von außen definierten Wir auseinandersetzte. In Münster verschiebt sich der Fokus hin zur aktiven Aushandlung des WIR-Begriffs: als etwas, das entsteht, verhandelt und verändert wird.

Das WIR wird dabei nicht als fester Zustand verstanden, sondern als dynamischer Prozess. Es entsteht durch Teilnahme und Entscheidung – und bewegt sich stets zwischen Einladung und Ausgrenzung.