AUSSTELLUNG KUNSTBUNKER
Bochum 04. – 27. September 2026
Die poetische Formel „Vair = (w+e) / I³“ lotet das Verhältnis von Raum (V = Volumen, air = Luft) und Gemeinschaft (we = wir) geteilt durch das Individuum (i = ich – hoch 3) als fragile Gleichung aus. Sie dient als konzeptionelle Leitlinie des Projekts.
In einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Spannungen und Fragmentierungen stellt das Projekt eine grundlegende Frage: Wie entsteht Zugehörigkeit – und wo verläuft die Grenze zwischen Ich und Wir?
Der Kunstbunker Bochum – 1941 als Schutzraum errichtet – trägt bis heute die Spuren von Bedrohung, Enge und einem von außen definierten Wir. Als heutiger Kulturort wird er zum Resonanzraum für eine künstlerische Untersuchung sozialer und zwischenmenschlicher Transformationsprozesse.
Die beteiligten Künstlerinnen untersuchen die Dynamiken von Nähe und Distanz, von individueller Positionierung und kollektiver Formierung. Die Ausstellung versteht sich dabei nicht als Antwort, sondern als offener Denkraum – ein Ort, an dem sich das Wir immer wieder neu verhandelt.