Münster 18. FEBRUAR – 02. MAI 2027
AUSSTELLUNG
KRAMERAMTSHAUS
Die poetische Formel „Vair = (w+e) / I³“ lotet das Verhältnis von Raum (V = Volumen, air = Luft) und Gemeinschaft (we = wir) geteilt durch das Individuum ( I = ich - hoch 3) als fragile Gleichung aus. Sie dient als konzeptionelle Leitlinie des Projektes.
In einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Spannungen und Fragmentierungen stellt das Projekt eine grundlegende Frage: Wie entsteht Zugehörigkeit - und wo verläuft die Grenze zwischen ich und wie?
Im historischen Zunftsaal des Krameramtshauses, einem Ort, an dem 1648 über den westfälischen Frieden verhandelt wurde, wird diese Frage Ausgangspunkt einer künstlerischen Auseinandersetzung. Die Ausstellung verbindet Einzelpositionen der Künstlerinnen mit einer Gemeinschaftsarbeit, die im Dialog mit den Besucherinnen und Besuchern entsteht, im Laufe der Ausstellung wächst und sich verändert.
Die beteiligten Künstlerinnen untersuchen die Dynamik von Nähe und Distanz, von individueller Positionierung und kollektiver Formung. Die lange Tafel wird zum Ort des Zusammenkommens, des Reparierens und des Aushandelns von Beziehungen. Ein themenbezogenes Rahmenprogramm eröffnet weitere Perspektiven auf Frieden, Zugehörigkeit und das Zusammenleben.